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LED Band / Stripe / LED Streifen / LED Leiste

Indirekte Beleuchtung mit LED Streifen / Stripe, LED Leiste

 

Ein LED Band kann vielseitig eingesetzt werden. Zum Beispiel zur Ausleuchtung von Vitrinen und Schränken. Aber auch in einer LED Leiste in der Küche zur Beleuchtung oder entlang der Decke. Alle LED Strip Bänder von LEDLager sind dimmbar und kürzbar für die individuelle LED Beleuchtung. Unsere Artikel werden mit 12V Gleichstrom betrieben, einen passenden Trafo und Steuergeräte mit Fernbedienung können als Option im Produkt gleich mit ausgewählt werden. Die passende Lichtfarbe gibt es in warmweiß, neutralweiß, kaltweiß und RGB zur Auswahl.

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LED Lichtband und LED Streifen – Technikratgeber: Lumen, Schutzart, Zuschnitt, Netzteil

Kurz und direkt beantwortet

Ein LED Lichtband ist ein flexibler Leuchtstreifen auf einer selbstklebenden Leiterplatte. Entscheidend für die Auswahl sind vier Werte: Lumen pro Meter (wie hell), Watt pro Meter (welches Netzteil), Schutzart IP (wo darf es liegen) und der Schnittabstand (welche Längen sind möglich). Bei 12 V und 24 V brauchen Sie ein Netzteil und bleiben bei etwa 5 bzw. 10 Metern pro Einspeisung; ein LED Lichtband mit 230 V kommt ohne Trafo aus und läuft bis 50 Meter am Stück.

1. Lumen pro Meter – wie hell wird es wirklich?

Die Wattzahl sagt nur, wie viel Strom fließt. Vergleichbar sind LED-Bänder ausschließlich über Lumen pro Meter. Orientierungswerte für die gängigen Bauformen:

Bauform Typischer Lichtstrom Typischer Verbrauch Wofür geeignet
SMD 3528, 60 LED/m ca. 300–400 lm/m ca. 4,8 W/m Dekoration, Vitrine, schwache Kontur
SMD 2835, 120 LED/m ca. 600 lm/m ca. 6 W/m Indirekte Deckenbeleuchtung, Voute
SMD 2835, 180 LED/m ca. 800 lm/m ca. 7,5 W/m Arbeitslicht unter Hängeschränken, Wegebeleuchtung
COB (Chip on Board) ca. 900 lm/m ca. 10 W/m Sichtbare Kanten – durchgehende Lichtlinie ohne Punkte
SMD 5050 RGB ca. 300–500 lm/m (weiß) ca. 14,4 W/m Farbwechsel – siehe LED Streifen RGB

Faustwerte für die Planung. 300–500 lm/m ergeben Stimmungslicht. 600–800 lm/m reichen für eine indirekte Grundbeleuchtung, wenn das Band gegen eine helle Decke strahlt. Ab 800 lm/m wird das Lichtband zur nutzbaren Arbeitsbeleuchtung. Den Gesamtbedarf pro Raum rechnen Sie mit dem Lumen-Rechner.

Ein Punkt, den Datenblätter gern verschweigen: Bei indirekter Beleuchtung kommt nur ein Bruchteil des Lichtstroms im Raum an, weil Decke oder Wand einen Teil schlucken. Rechnen Sie bei einer Voute mit hellem Anstrich mit rund 60–70 % des Nennlichtstroms.

2. Schutzarten – welches IP wo

Schutzart Aufbau Einsatzort
IP20 Offene Platine, kein Schutz gegen Wasser Trockene Innenräume, Möbel, Regale, Vitrinen
IP44 Spritzwassergeschützt Überdachte Außenbereiche, Bad außerhalb der Schutzbereiche
IP65 Silikonbeschichtung, staubdicht, strahlwassergeschützt Terrasse, Balkon, Gartenmauer, Küchensockel
IP67 / IP68 Vollverguss im Silikonschlauch Bodeneinbau, dauerhaft ungeschützte Lage, teilweise Unterwasser

Der häufigste Planungsfehler: Die IP-Klasse gilt für das Band, nicht automatisch für Netzteil, Steckverbinder und Schnittkante. Ein IP65-Streifen mit einem IP20-Netzteil im Freien ist keine Außeninstallation. Netzteil in den Innenraum oder in ein Gehäuse, Schnittkante mit Endkappe und Silikon verschließen.

3. Zuschnitt: wo darf gekürzt werden?

Jedes LED Lichtband ist in Segmente unterteilt. Getrennt wird ausschließlich an den aufgedruckten Schnittmarken (Scherensymbol oder Kupferpads). Innerhalb eines Segments sind mehrere LED in Reihe geschaltet – ein Schnitt dazwischen lässt das gesamte Segment dunkel bleiben.

System Typischer Schnittabstand Hinweis
12 V SMD alle 2,5 bis 5 cm Feinstes Raster, ideal für kurze Möbellängen
24 V SMD alle 5 bis 10 cm Längere Reihenschaltung, dafür weniger Spannungsabfall
230 V SMD alle 100 cm Nur spannungsfrei schneiden, Ende fachgerecht verschließen
230 V COB alle 50 cm Feineres Raster als SMD bei gleicher Spannung

Zuschnitt auf Wunschlänge. Bei LEDLager konfektionieren wir Meterware direkt auf die bestellte Länge und liefern sie auf Wunsch anschlussfertig. Damit entfällt das Risiko eines Fehlschnitts – besonders relevant bei 230 V.

Wenn Sie selbst schneiden: nur im stromlosen Zustand, mit scharfer Schere exakt mittig durch die Kupferpads, damit auf beiden Seiten genug Löt- oder Klemmfläche bleibt. Bei IP65-Bändern die Silikonbeschichtung an der Kontaktstelle vorsichtig entfernen und die Schnittkante anschließend wieder abdichten.

4. Netzteil berechnen – in drei Schritten

Ein zu knapp bemessenes Netzteil ist die häufigste Ursache für Ausfälle nach wenigen Monaten. So rechnen Sie richtig:

  • Schritt 1 – Leistungsbedarf: Watt pro Meter × Länge in Metern. Beispiel: 7,5 W/m × 4 m = 30 W.
  • Schritt 2 – Reserve: mindestens 20 % aufschlagen, damit das Netzteil nicht dauerhaft am Anschlag läuft. 30 W × 1,2 = 36 W → das nächstgrößere Netzteil ist ein 60-W-Modell.
  • Schritt 3 – Spannung prüfen: 12-V-Band nur an 12 V DC, 24-V-Band nur an 24 V DC. Eine falsche Spannung zerstört das Band sofort oder lässt es nur schwach leuchten.

Spannungsabfall. Bei 12 V wird das Band ab etwa 5 Metern am Ende sichtbar dunkler, bei 24 V ab etwa 10 Metern. Längere Strecken werden beidseitig eingespeist oder in Abschnitte geteilt – oder Sie nehmen gleich einen 230-V-Streifen, der bis 50 Meter am Stück läuft.

Dimmen. Bei 12 V und 24 V wird sekundär hinter dem Netzteil per PWM gedimmt, oder das Netzteil selbst ist dimmbar. Passende Geräte: LED-Trafos DC und LED Controller und Zubehör.

Wärme. Ein LED Lichtband braucht eine wärmeableitende Unterlage. Auf Holz oder Kunststoff verliert es Lebensdauer, in einem Aluprofil läuft es kühler und hält länger. Niemals aufgerollt betreiben.

5. LED Lichtband, LED Streifen, LED Leiste oder LED Schlauch?

Die Begriffe werden im Handel durcheinander verwendet. Technisch gilt:

  • LED Lichtband / LED Streifen / LED Strip / LED Band – dasselbe Produkt: flexible, selbstklebende Platine, flach, in Profile einlegbar.
  • LED Leiste – meist ein Lichtband, das bereits in ein starres Aluprofil eingebaut ist. Bessere Wärmeabfuhr, gerade Linie, montagefertig.
  • LED Lichtschlauch – rundes, vollvergössenes Profil. Mechanisch deutlich robuster, dauerhaft außentauglich, aber nicht in flache Profile einlegbar. Zur Kategorie: LED Lichtschlauch.

Alle Varianten im Sortiment: warmweiß, neutralweiß und weiß, farbig, RGB und 230 V ohne Trafo.

Häufige Fragen zum LED Lichtband

Wie viel Lumen pro Meter braucht ein LED Lichtband?
300–500 lm/m für Stimmungslicht, 600–800 lm/m für indirekte Grundbeleuchtung, ab 800 lm/m für Arbeitslicht. Bei indirekter Montage kommen nur etwa 60–70 % davon im Raum an.

Welche IP-Schutzart brauche ich draußen?
Mindestens IP65 für Terrasse und Balkon, IP67 für Bodeneinbau und dauerhaft ungeschützte Lage. Das Netzteil muss dieselbe oder eine höhere Schutzart haben oder geschützt untergebracht werden.

Wo darf ich ein LED Lichtband kürzen?
Nur an den aufgedruckten Schnittmarken: alle 2,5–5 cm bei 12 V, alle 5–10 cm bei 24 V, alle 100 cm bei 230 V SMD und alle 50 cm bei 230 V COB.

Wie berechne ich das Netzteil?
Watt pro Meter × Länge, plus 20 % Reserve, dann auf die nächstgrößere Netzteilleistung aufrunden. 4 m mit 7,5 W/m ergeben 30 W × 1,2 = 36 W, also ein 60-W-Netzteil.

Wie lang darf ein LED Lichtband sein?
Etwa 5 m bei 12 V und 10 m bei 24 V je Einspeisung, danach wird das Ende sichtbar dunkler. Ein 230-V-Lichtband läuft bis 50 m am Stück.

Was ist der Unterschied zwischen SMD und COB?
SMD besteht aus einzelnen sichtbaren Lichtpunkten, COB erzeugt eine durchgehende, punktfreie Lichtlinie und baut flacher.

Quelle: Produktdatenblätter der bei LEDLager geführten LED-Bänder (Lichtstrom, Verbrauch, Schutzart, Schnittraster) sowie die Schutzartdefinitionen nach DIN EN 60529. Die Lumen- und Watt-Angaben in den Übersichtstabellen sind Orientierungswerte für die jeweilige Bauform; verbindlich ist das Datenblatt des einzelnen Artikels. Zusammengestellt und geprüft von LEDLager.de – SmartLight GmbH. Stand: 9. August 2026.