Was der Abstrahlwinkel über die Helligkeit von (LED-)Lampen verrät

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Seit dem 01.09.2013 strotzen Leuchtmittelverpackungen nur so vor Angaben. Doch helfen die wirklich, unter all den Möglichkeiten das richtige Leuchtmittel zu finden? In unserer neuen Artikelserie, die heute mit dem Thema Abstrahlwinkel beginnt, wenden wir uns den Parametern zu, die nicht gleich ohne Weiteres verständlich sind und zeigen auf, für welche sichtbaren Unterschiede sie verantwortlich sind.

Der Abstrahlwinkel bei gerichteten Lichtquellen

Der Abstrahlwinkel bei gerichteten LichtquellenDer Abstrahlwinkel (oder Halbwertswinkel) ist ein wichtiges Kriterium um zu beurteilen, wie gut eine LED-Lampe Flächen ausleuchtet und wie stark sie ggf. blendet. Mit seinem Grad-Wert verrät er nämlich, wie breit die Lichtkeule einer Lampe ist. Die Lichtkeule ist der Lichtkegel oder einfach der Lichtschein, den eine Lichtquelle in verschiedene Richtungen abstrahlt. Dabei gilt „je kleiner der Abstrahlwinkel, desto gebündelter und intensiver das Licht. Je größer der Abstrahlwinkel, desto mehr Fläche wird ausgeleuchtet.“

Sie können am Abstrahlwinkel also erkennen, wo das meiste Licht hingeht und sehen den Grad-Bereich, in dem die LED mindestens die Hälfte ihrer maximalen Lichtstärke abgibt. Außerhalb des Abstrahlwinkels gibt es natürlich noch Streulicht, sodass es ringsherum nicht völlig düster ist. Im Streulichbereich erreicht die Lampe noch mindestens 10 % ihrer maximalen Lichtstärke. Erst außerhalb des sogenannten „Cut-off-Winkels“ bleibt es komplett dunkel.

Die Abstrahlcharakteristik der verschiedenen LED-Lampentypen

Da der Abstrahlwinkel mit der Form des Lampenkörpers zusammenhängt, variiert er von Typ zu Typ.

LED-Spots haben einen eher engen Abstrahlwinkel von 30° bis maximal 120° Grad. Je kleiner der Abstrahlwinkel, desto punktueller das Licht und umso besser zur Ausleuchtung von Vitrinen o. Ä..

LED-Birnen geben ihr Licht in fast alle Richtungen ab. Ihr Abstrahlwinkel bewegt sich im Bereich von 60° bis 360° Grad. Damit können sie die alte Glühbirne im wahrsten Sinne rundum ersetzen.

LED-Röhren haben unterschiedliche Abstrahlwinkel, je nach Bauart. T8 Röhren gibt es mit einem Halbwertswinkel von 90° bis 240° Grad. T10 LED-Röhren gibt es inzwischen sogar mit 360° Grad, wobei beide Bauformen mit herkömmlichen Leuchtstoffröhrenfassungen (G13) kompatibel sind.

LED Panel sorgen bei maximaler Lichtausbeute für angenehmes, blendfreies Licht mit einem Abstrahlwinkel von 120° bis 160° Grad.

LED-Band hat typischerweise einen Abstrahlwinkel von 120°. Damit das Licht auch dort ankommt, wo es hin soll, ist die korrekte Montage wichtig, damit z. B. nicht 80 % der Lichtleistung von der abgehängten Decke verdeckt werden und man nur noch das Streulicht sieht. Ferner gilt, je mehr SMD-LED auf dem Band sind, desto heller leuchtet der LED-Stripe.

…und hier zu guter Letzt noch ein paar Orientierungspunkte:

Für die Ausleuchtung von Fluren und Pfaden im Innenraum eignen sich LED mit einem Abstrahlwinkel von 90°. Dienen sie als Grundbeleuchtung, sollten Leuchtmittel einen Abstrahlwinkel von mindestens 120° aufweisen. Auch die Entfernung zum Ausleuchtbereich spielt eine Rolle, so reicht bei Hängeleuchten ein Winkel von 180°, während es bei liegender oder stehender Position für eine gute Ausleuchtung schon 300° sein sollten.

Tipp: Ist auf der Verpackung kein Abstrahlwinkel angegeben, greifen Sie besser zu einem anderen LED-Leuchtmittel, damit Sie bei der Ausleuchtcharakteristik keine böse Überraschung erwartet.

Katgeorie: Umrüst-Ratgeber

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