Smart LED – So einfach war Lichtsteuerung noch nie

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Smart HomeEine Neuheit auf der diesjährigen Light + Building waren ferngesteuerte LED-Lampen. Gleich mehrere große Hersteller präsentierten hierzu Modelle: Osram, Philips, LG und Samsung. Grund genug uns anzusehen, wie Smart LED unseren Alltag künftig erleichtern werden. Hier ein kleiner Überblick über die aktuellen Lichtneuheiten.

Die „Smart Lamp/Bulb“ von LG

Die LG „Smart Lamp“ ist die erste per WLAN oder Bluetooth steuerbare LED-Haushaltslampe. Und das sieht man ihr gar nicht an: Daher kommt sie nämlich im ganz traditionellen Glühbirnendesign. In ihr steckt jedoch ein moderner Bluetooth-Chip, der sich mit Android– und iOS-Anwendungen (ab 4.3 (Android) und 6.0 (iOS)) verbindet. Per Smartphone oder Tablet ist damit jede LED separat oder in Gruppen steuerbar.

Features:

  • Einstellen, Dimmen und Regeln von Licht per App
  • individuelle Programme (lichtbasierter Wecker mit Sonnenaufgang und Sonnenuntergang etc.)
  • Spezial-Modi: Security-Modus simuliert durch unregelmäßiges Ein- und Ausschalten Anwesenheit; Party-Modus passt das Licht an die gespielte Musik an.
  • Reaktion auf Ereignisse: Leuchtet bei eingehenden Anrufen/Nachrichten

Mit 10 Watt ersetzt die neue LED problemlos eine 60-Watt-Energiesparlampe und spart so auch noch Strom. Die angegebene Lebensdauer beträgt – bei täglicher Nutzung von 5 Stunden – 10 Jahre. In Deutschland soll die Bluetooth-Variante der „Smart Bulb“ ab dem 3. Quartal 2014 für ca. 40 Euro erhältlich sein.

Die „Smart Bulb“ von Samsung

Smart BulbWie LG setzt auch Samsung bei seiner „Smart Bulb“ auf Bluetooth und E27-Sockel, verzichtet jedoch auf WLAN. Mit einer App lassen sich bis zu 64 Smart Bulbs gleichzeitig direkt über Smartphone oder Tablet ansprechen. Allerdings nur innerhalb des Bluetooth-Netzwerkes des Nutzers. Die Lebensdauer ist mit 15.000 Stunden angegeben, was rund 10 Jahren entspricht.

Features:

  • Einstellen, Dimmen und Regeln von Licht per App
  • ohne zusätzlichen Dimmer bis auf 10 % der Gesamthelligkeit dimmbar
  • einstellbare Farbtemperatur von 2.700 Kelvin (warmweiß) bis 6.500 Kelvin (kaltweiß)

Als Alternative zum Bluetooth-Modell gibt es von Samsung auch eine Zigbee-basierte Smart Bulb. Sie wird über iOS– und Android-Geräte gesteuert. Eine Bridge zur Lichtsteuerung via Internet ist im Lieferumfang inbegriffen.

Die Hue-Familie von Philips

Mit der „Hue“-Reihe bietet Philips schon seit 2 Jahren per iOS, Android oder Funk (ZigBee) steuerbare LED-Lampen. Die Reihe umfasst zahlreiche Bauformen und ist mit den meisten Standardfassungen kompatibel. Herzstück ist die Bridge, die an den WLAN-Router angeschlossen wird uns sich automatisch mit allen aktiven Hue-Lampen verbindet. Diese brauchen nur angesteckt zu werden. Anschließend lässt sich die Beleuchtung mithilfe der kostenlosen Hue-App steuern. Ein System verbindet bis zu 50 Hue-Lampen, die Einstellung der Beleuchtungsstärke und -Farbe kann für bis zu 5 Lampen gleichzeitig vorgenommen werden.

Features:

  • Jede Hue-Glühlampe kann mit 600 Lumen in allen Weiß-Schattierungen von warm- bis kaltweiß und einer Vielzahl von Farben leuchten
  • Voreingestellte Lichtsituationen können jeder einzelnen Lampe zugewiesen, beliebig bearbeitet, neu definiert und gespeichert werden
  • Einstellung, Dimmen und Regeln von überall aus möglich
  • Ein-/Ausschaltmöglichkeit bei Abwesenheit über Timer-Funktion oder Cloud
  • speziellen Beleuchtungsprogramme zum Lesen oder Entspannen

Die „Hue“-Familie wird ständig erweitert. Zuletzt um eine batterielose Fernbedienung (Hue Tap), die mit kinetischer Energie arbeitet und eine dimmbare LED mit rein weißem Licht (Hue Lux), die mit zahlreichen Dritthersteller-Apps verwendbar ist. Das Starter-Kit, bestehend aus drei Hue-Lampen und Bridge, kostet 232 Euro.

Osram Lightify

Osram lightifyMit Lightify bietet Osram Smart-LED für den Innen- und Außenbereich, die sich per App und Lichtschalter bedienen lassen. Die Steuerung erfolgt per WLAN über eine angeschlossene Netzwerkbridge, was die Einbindung in bestehende ZigBee-Netzwerke ermöglicht. Da die Befehlsweitergabe unter den Teilnehmern erfolgt, ist das Netzwerk außerdem von der Reichweite des Gateways unabhängig und kann per Smartphone oder Tablet gesteuert werden.

Features

  • Farbtemperatur von warm- bis kaltweiß einstellbar, dimmbar
  • beliebige Farben im RGB-Bereich (Beispiel-Szenen: Arbeitslicht, Party, Sonnenaufgang)
  • einzeln oder in Gruppen steuerbar
  • Simulation von Anwesenheit
  • Licht via Internet aus der Ferne veränderbar

Ein Starterkit mit ZigBee-Gateway und E27 RGBW-Lampe (810 lm) soll im September für rund 100 Euro auf den Markt kommen.

Fazit: Wer noch keine fernsteuerbaren, dimmbaren Farbwechsel-Leuchten hat, kann das spätestens im September relativ einfach nachholen. Denn moderne Smart LED benötigen keine aufwendigen Steuerleitungen in den Wänden mehr. Ein paar Steckdosen, Smartphone und ein Router genügen.

Katgeorie: Neuigkeiten

2 thoughts on “Smart LED – So einfach war Lichtsteuerung noch nie”

  1. Nachdem ich Kontakt mit dem Osram Lightify-Support hatte, bin ich von diesem Produkt absolut enttäuscht. Lightify ist aktuell absolut nicht ausgereift. Funktionen wie der Abwesenheitsmodus oder Wake-Up-Light sind aktuell nicht in Sicht. Auf der Conrad-Osram-Lightify-Seite wird von einem zeitnahem Update für diese Funktionen gesprochen. Der Support lightify(at)osram.com teilte mir mit, dass diese Funktionen voraussichtlich für das 1. Quartal 2015 vorgesehen sind. Wer das Produkt kauft, macht sich zum absoluten Betatester und zahlt dafür einen utopischen Preis! Finger weg und warten oder Alternativen nutzen. Eine billige ferngesteuerte LED-Lampe bietet den gleichen aktuellen Funktionsumfang von Lightify.

    Der Support reagierte auf meine Anfrage zwar sehr schnell, leider kann das an den fehlenden Funktionen aber nichts ändern.

    1. Hallo Marc,
      danke für Ihren Erfahrungsbericht. Eine Alternativ zu Osram Lightify ist z. B. das Hue-System von Philips. Hierüber lassen sich mehrere LED-Lampen ebenfalls per App verwalten und verschiedene Lichtszenen, wie ein Aufwachmodus, einstellen oder verschiedene Zeitprofile hinterlegen. Dank offener Programmierschnittstelle und der Anbindung des Webdienstes IFTTT (If this than that) bietet das System zudem eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten und Apps von Drittentwicklern. So können die Lampen beispielsweise die Lichtverhältnisse des Ambilight.-TVs übernehmen oder – in Verbindung mit Onlinediensten – bei bestimmtem Wetter oder bei Maileingang in einer voreingestellten Farbe blinken. Übrigens lassen sich auch Living Colors Lampen der 2. Und 3. Generation in das System integrieren.

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